Biographie

Elvis Presley – Chronologie 1935 – 1982

Wichtige biografische Stationen im Leben von Elvis Presley, von der Geburt im Jahr 1935, über den frühen Tod 1977 bis zur Graceland-Eröffnung 1982.

1935 Geburt einer Legende

Elvis Aaron Presley wird am 8. Januar in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi geboren. Zwillingsbruder Jesse Garon kommt als Totgeburt zur Welt. Die Presleys gehörte zur armen Bevölkerung: Mutter Gladys Presley arbeitet als Näherin, Vater Vernon Presley jobbt als Baumwollpflücker und Fabrikarbeiter. Elvis Presley sammelt in der East Tupelo Consolidated Grundschule die ersten Gesangserfahrungen.

1938 Haft des Vaters

Vernon Presley und zwei Arbeitskollegen, werden wegen Scheckfälschung festgenommen und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 1939 erfolgt die vorzeitige Entlassung aus der Haft. In dieser Zeit entsteht die tiefe Bindung zwischen Elvis Presley und einer Mutter. Der kleine Elvis singt im Kirchenchor der Assembly of God Church.

1945 Talentwettbewerb

Elvis Presley erreicht den fünften Platz beim Talentwettbewerb der Mississippi-Alabama-Fair and Daily Show in Tupelo. Der Preis: Freikarten für das Karussell.

1947 Erste Gittare zum Geburtstag

Seine Eltern schenken Elvis die erste Gitarre obwohl er lieber ein Fahrrad gehabt hätte. Er erhält Unterricht von seinem Onkel. Die Familie Presley ist, trotz der drastischen Rassentrennungsgesetze gezwungen, im Armenviertel von Tupelo zu wohnen. Hier lauscht Elvis der Gospel- und Blues-Musik der afroamerikanischen Bevölkerung.

1948 Umzug nach Memphis

Die Familie Presley zieht nach Memphis in den Nachbarstaat Tennessee. Man verspricht sich bessere wirtschaftliche Möglichkeiten. Der junge Elvis besucht fortan die L.C. Humes High School.

1949 Wohnen in der Sozialwohung

Die Familie erhält die Genehmigung zum Bezug einer Sozialwohnung in den Lauderdale Courts. Die Siedlung war 1936 ein Wohnbauprojekte des Bundes, das von der Federal Emergency Administration of Public Works (Öffentliche Bauverwaltung) finanziert wurde.

1950 Liebe zur Blues-Musik entsteht

Elvis arbeitet, für einen Wochenlohn von $12,75, als Platzanweiser im Kino. Streifzüge durch die Nachtclubs von Memphis vertiefen seine Liebe zur Blues-Musik.

1953 Aufnahme der ersten Platte

Elvis Presley absolviert seinen High School Abschluss und erhält einen ersten Arbeitsplatz in einer Werkzeugfabrik – später verdient er sein Geld als Lastwagenfahrer bei der Crown Electric Company. Im Sommer betritt Elvis das Tonstudio der Sun Record Company und nimmt eine Platte („My Happiness“) auf eigene Kosten auf. Den Tonträger will er seiner Mutter zum Geburtstag schenken. Der Inhaber des Tonstudios, Sam Phillips, ist vom Talent des jungen Sängers nach und nach überzeugt und schließt einen Plattenvertrag mit Elvis. Erster Manager wird Gitarrist Scotty Moore.

1954 Durchbruch mit Sun Records

Veröffentlichung der erste Single: „Blue Moon of Kentucky“ und „That’s All Right Mama“. Die Platte wird erstmals vom Discjockey Dewey Phillips beim lokalen Radiosender WHBQ gespielt und verhilft Elvis zu einem großen Erfolg. Fortan singt der junge Rockstar in Radiostationen, geht auf Tourneen und entwickelt seinerzeit den eigenen, legendären Rock ’n‘ Roll-Stil. Der, für die damalige Zeit obszöne Hüftschwung (Elvis The Pelvis) wird für die Eltern unzähliger Teenager zum Albtraum. Einige Shows werden von der Polizei gefilmt und bei Fernsehauftritten wird Elvis Presley nur ab der Hüfte aufwärts gefilmt. Start der legendären Auftrittsserie bei der Louisiana Hayride Show in Shreveport, Louisiana.

1955 Vertragsverkauf an RCA

Die seinerzeit größte amerikanische Schallplattenfirma RCA (Radio Corporation of America) übernimmt für $35.000 den Vertrag von Elvis, da es der Sun Record Company nicht möglich war, den aufstrebenden Star landesweit populär zu machen. Die Karriere von Elvis erlebt, dank des neuen Managers Colonel Tom Parker, einen enormen Schub.

1956 Erster Nr. 1 Hit

Elvis Presley nimmt den Song „Heartbreak Hotel“ auf, der sich acht Wochen auf dem ersten Platz der amerikanischen Billboard-Charts hält. Das zweite RCA-Album „Hound Dog“ verkauft sich weit über sieben Millionen mal. Dieser Erfolgt ermöglicht den Kauf des ersten Eigenheims für $40.000 im 1034 Audubon Drive in Memphis. Viele Gold- und Platinauszeichnungen folgen in den nächsten Jahren. Manager Parker schafft es, dass Elvis auch in Hollywood Fuß fassen kann. Der erste Spielfilm, „Love Me Tender“ wird zum großen Erfolg und Elvis Presley wird in den Folgejahren zum absoluten Hit an den Kinokassen. Am 23. April 1956 tritt Elvis erstmals in Las Vegas. Er absolviert eine Auftrittsserie im New Frontier Hotel. Es folgen weitere Auftritte in bekannten TV-Shows. So ist Elvis bei Milton Berle, der Dorsey Brothers Stage Show, bei Steve Allen und in der Ed Sullivan Show zu Gast.
Im Dezember findet eine spontane Session im Sun Studio in Memphis statt. Neben Elvis sind auch Johnny Cash, Carl Perkins und Jerry Lee Lewis anwesend. Das Treffen der vier Musiker geht später als Million Dollar Quartet in die Musikgeschichte ein.

1957 Kauf von Graceland

Auch die Single „Jailhouse Rock“, zum gleichnamigen Film, sorgt wieder für Verkaufsrekorde. Elvis steht, bis zu seinem frühen Tod am 16. August 1977, mit knapp 40 Songs in den Top Ten der US amerikanischen Charts. Im März kauft der King Of Rock ’n‘ Roll das Anwesen Graceland in Memphis. Die Villa liegt im südlichen Stadtteil Whitehaven. Elvis bezieht das neue Domizil zusammen mit seinen Eltern Vernon und Gladys. Elvis meldet sich in Memphis zur Tauglichkeitsuntersuchung für die Army.

1958 Eintritt in die Armee

Manager Parker sorgt dafür, dass Elvis Presley aus PR-Gründen in die US Armee eintritt. Der Rockstar absolviert seinen 2 jährigen Wehrdienst, der ihn, im Rahmen der Nato, auch 17 Monate nach Deutschland führt. Hier lernt er die erst 14 Jahre alte Priscilla Beaulieu kennen, die später seine Frau werden sollte. Kritiker sehen, in der Army-Abwesenheit von Elvis, das Ende der jungen Karriere kommen. Die geliebte Mutter Gladys Presley stirbt im August im Alter von nur 46 Jahren an den Folgen einer Hepatitis Erkrankung.

1960 Welcome Home, Elvis

Der Elvis-Hype ist bei Weitem nicht vorbei. Nach der Entlassung aus der Armee, ist die Nachfrage ungebremst. Die Rocklegende erhält, für einen Gastauftritt in der Frank Sinatra Timex-Show die Summe von $125.000. Die ist die bis dato größte Gage für einen TV-Auftritt, die jemals bezahlt wurde. Heute würde diese Summe einen Wert von $1.028.729 darstellen.

1960 – 1964 Elvis in Hollywood

Die Hits folgen nicht mehr Schlag auf Schlag, da Elvis fast ausschließlich Filme dreht. Der King Of Rock ’n‘ Roll ist in den Medien und Charts zwar präsent, jedoch erreichen die Filmsoundtracks nicht mehr die bisherigen Rekorde. Der Film „Blue Hawaii“ aus dem Jahr 1960 wird er kommerziell erfolgreichste Elvis-Film.

1961 Charity-Veranstaltungen

Elvis zeigt seinen Hang zur Wohltätigkeit. Er tritt am 25. Februar bei einer Charity-Veranstaltung seiner Heimatstadt Memphis auf. Am 25. März hilft Presley bei der Realisierung eines Denkmals zum Gedenken an die gefallen Soldaten des Schlachtschiffs USS Arizona in Pearl Harbor, Hawaii. Für beide Auftritte verzichtet Elvis auf seine Gage und spendet großzügige Summen. Bis jetzt hat der Rockstar weltweit 75 Millionen Platten verkauft – gestapelt ein Turm von 187 km Höhe oder 166 Jahre durchgehend Elvis-Musik

1965 Besuch der Beatles

Im August besuchen die Beatles ihr Jugendidol Elvis in seiner Villa in Hollywood. John Lennon merkte Jahre später an: „Vor Elvis gab es nichts!“

1967 Hochzeit von Priscilla

Im Mai heiratet der Rockstar, seine Jugendliebe Priscilla Beaulieu, die bereits seit einigen Monaten mit ihm in seinem Haus Graceland in Memphis wohnt, in Las Vegas.

1968 Geburt von Tochter Lisa Marie

Neun Monate nach der Hochzeit wird Tochter Lisa Marie Presley am 01. Februar geboren. Sie bleibt das einzig Kind von Elvis Presley. Im Dezember feiert der 33-Jährige Rockstar mit dem legendären NBC TV-Special, in dem er zahlreiche alte und neue Songs im schwarzen Lederanzug präsentiert, ein grandioses Bühnen-Comeback. Dieses Engagement gilt, bis heute, als erstes Unplugged-Konzert der Musikgeschichte. Das Image wilden Rebellen streift Elvis endgültig ab und wird zum „All American Boy“.

1969 Back to the stage

Der King of Rock ’n‘ Roll unterschreibt einen Auftrittsvertrag beim International Hotel in Las Vegas. Nach Jahren der Bühnenabstinenz tritt er erstmals wieder vor Live-Publikum auf. Die Folgejahre, bis zum Tod 1977, sind gezeichnet von ähnlichen Auftritten in Hotels, Casinos und Veranstaltungshallen, darunter auch im Sahara Tahoe Hotel in Stateline, Nevada.

1970 Ten Outstanding Young Men Of American

Im Januar wird Elvis Presley als einer der „Zehn herausragenden jungen Männer Amerikas“ (Ten Outstanding Young Men Of American) ausgezeichnet. Im November feiert der erste Dokumentarfilm „Elvis – That’s The Way It Is“ Premiere. Er zeigt Elvis bei Proben und Aufritten im International Hotel.
Am 21. Dezember fliegt Elvis Presley nach Washington DC und trifft US-Präsident Richard Nixon im Weißen Haus. Der Sänger wird von Nixon zu einem Agenten der US-Drogenfahndungsbehörde ernannt.

1972 Elvis On Tour

Elvis wird eine große Ehre zu Teil. Der südliche Abschnitt des Bellevue Boulevard in Memphis, der auch direkt am Anwesen Graceland vorbeiführt, wird feierlich in Elvis Presley Boulevard umbenannt. Im Juni gibt Elvis 4 Konzerte im New Yorker Madison Square Garden und wird von 80.000 Besuchern gesehen.
Am 01. November 1972 feiert die Konzertdokumenation „Elvis On Tour“ Weltpremiere. Es ist der letzt offizille Film des Rockstars.

1973 Aloha From Hawaii

Am 14. Januar schafft der legendäre Rockmusiker einen neuen Rekord. Die Fernsehsendung „Aloha from Hawaii“ wird weltweit über Satellit ausgestrahlt. Die Show wird von mehr als einem Drittel der Weltbevölkerung gesehen. In Amerika folgen dem Aloha-Konzert mehr Menschen als der Übertragung der Mondlandung im Jahr 1969. Der Name Elvis Presley ist zeitweise so bekannt wie „Coca Cola“.
Die Scheidung von Ehefrau Priscilla, die sich bereits im Februar 1972 von ihrem berühmten Mann getrennt hat, hinterlässt bei Elvis emotionale Spuren. Tochter Lisa Marie bleibt bei ihrer Mutter, besucht den Vater aber regelmäßig. Beide Eltern behalten ein freundschaftliches Verhältnis bei. Erste gesundheitliche Probleme machen sich bemerkbar.

1974 Elvis Presley Tag

Im Januar wird, durch Jimmy Carter den Gouverneur von Georgia, der „Elvis Presley Tag“ proklamiert. Carter wird später auch US Präsident.

1975 Kauf eines Privatjets

Der Verkauf von Elvis-Tonträgern überschreitet die 500-Millionen Marke. Der Rockkönig kauft einen Jet (Convair 880), der von der Fluggesellschaft Delta Airlines ausgemustert wurde und lässt ihn zum luxuriösen Privatjet umbauen. Benannt wird das Flugzeug nach Tochter Lisa Marie.
Die gesundheitlichen Probleme, die Elvis seit einigen Jahren begleiten, verstärken sich zusehends.

1976 Letzte Studioaufnahmen

Elvis lernt Ginger Alden kennen und führt eine Beziehung mit der ehemaligen Schönheitskönigin. Die letzten Studioaufnahmen finden im Jungle Room in der Villa Graceland statt. Die Veröffentlichung der Songs erfolgt unter anderem im Folgejahr auf dem letzten Album „Moody Blue“.

1977 Der König ist tot, lang lebe der König

Am 16. August 1977 stirbt Elvis Presley im Alter von 42 Jahren in seinem Anwesen Graceland an den Folgen eines Herzinfarkts. Freundin Ginger Alden findet den Rockstar leblos in seinem Badezimmer. Wiederbelebungsversuche durch Leibwächter und die eintreffende Ambulanz bleiben erfolglos. Der 18. August, der Tag der Beerdigung, wird vom Gouverneur des Staates Tennessee zum allgemeinen Trauertag ausgerufen. Tochter Lisa Marie wird zur Alleinerbin. Tausende Fans säumen die Straße, als sich der Trauerzug seinen Weg zum Forest-Hill-Friedhof in Memphis bahnt. Die Beerdigungszeremonie von Elvis Presleys gleicht einem Staatsakt. Im Oktober erwirkt Vater Vernon Presley die Genehmigung, die Särge von Elvis und Mutter Gladys Presley nach Graceland überführen und dort im Meditationsgarten beisetzten zu dürfen. Zuvor hatten Grabräuber versucht den Sarg des Rockstars für Lösegeldforderung zu entwenden.

1979 Tod von Vater Vernon

Im Juni stirbt Vater Vernon Presley im Alter von 63 Jahren an Herzversagen. Er wird neben seinem Sohn und seiner Frau Gladys im Meditationsgarten von Graceland beerdigt. Eine kleine Grabplatte erinnert an den totgeborenen Zwilling Jesse Garon.

1982 Graceland öffnet die Tore für das Publikum

Um die hohen Unterhaltskosten stemmen zu können, wird die Villa Graceland für den Publikumsverkehr geöffnet. Das gesamte Obergeschoss (die privaten Räume von Elvis Presley) bleibt der Öffentlichkeit jedoch unzugänglich. Jährlich strömen seither rund 600.000 Menschen nach Memphis, um das legendären Elvis Anwesen, die Museen und Ausstellungen, den Fuhrpark und die Privatjets zu besichtigen.

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